Superhelden

Alexej Allendorff (HELP) bei der Comic AG
Alexej Allendorff präsentiert Bilder der Schüler

„Einige nehmen das hier sehr ernst“, weiß Alexej Allendorff. Doch eigentlich geht es um den Spaß. Und um Kreativität. An der Grundschule Fuhsestraße bietet die Stiftung HELP verschiedene Arbeitsgemeinschaften an. Alexej Allendorff leitet zweimal pro Woche die Comic-AG.

Die Aufgabe ist sehr offen gestaltet, es gibt wenige Vorgaben. Die Kinder aus der zweiten bis vierten Klasse sollen sich einen Superhelden ausdenken, ihm Superkräfte geben und dann eine Geschichte dazu erfinden. „Es wird schwierig, wenn die Kinder keine Ideen haben“, sagt Allendorff. „Aber es gibt auch immer wieder Kinder, die echt gut dabei sind und tolle Comics produzieren.“ Das Niveau der Kinder ist dabei sehr unterschiedlich. Ein Problem ist das aber nicht. Sich vom Nachbarn Anregungen zu holen, ist hier durchaus erlaubt. Manchmal muss Alexej Allendorff dann ermutigen, nicht aufzugeben und es einfach weiter zu versuchen.

Ein Grundschüler hat seine eigene Ninja-Figur entworfen

Ob sie mit Papier und Stift oder direkt am PC zeichnen, wird den Kindern überlassen. Doch reizt es natürlich die meisten, sich direkt am Computer zu versuchen. „Es soll aber auch möglich sein, auf Papier zu zeichnen und dann das Bild einzuscannen und mit dem Zeichenprogramm Paint zu kolorieren“, erklärt Allendorff. Er verrät den Kindern, wie gute Comics aufgebaut sind, und wie man die Figuren noch realistischer erscheinen lässt – zum Beispiel mit Schatten oder Reflexionen in den Augen.

Sollte einmal jemand gar keine Idee haben, dürfen sich die Kinder Inspiration im Internet suchen. Als Übung ist es am Anfang auch gut, einfach bekannte Disney- oder Marvel-Helden abzumalen. „Figuren zu kopieren schult das Auge und die Handführung – aber es ist schon cooler, wenn die Kinder eigene Figuren entwicklen.“ Allendorff weiß, wovon er redet. Er zeichnet und malt selber unheimlich gerne. Seine Begeisterung für Comic-Helden gibt er an die Kinder weiter.